Workshop 1: „Supervision und Coaching auf relationaler Basis – Intersubjektivität geht der Subjektivität voraus“ - Matthias Sell (MMT Management Training)

Da der Begriff Beziehung so vielfältig benutzt wird, habe ich mich entschlossen von einem relationalem Geschehen zu sprechen, auch um die umfassende Komplexität zu würdigen, um die Klarheit und Prägnanz eines Beziehungs-Zustands in den Vordergrund zu stellen. Damit wird der Beziehungsbegriff dingfest gemacht und ist nicht mehr als eine allgemeine [oberflächliche] phänomenologische Beschreibung einer Wahrnehmung von Menschen und ihren Relationen zu sehen, sondern ist ein wesentlicher, konstitutiver Begriff für ein Verständnis des Menschen selbst geworden, eben als relationales Geschehen, als Intersubjektivität auch in der supervisorischen Begegnung und im Coaching. Um dieses "relationale Geschehen" in der Supervision und im Coaching soll es in diesem Workshop gehen. Dabei werden die neueren Forschungen aus der Kommunikationswissenschaft, der Gehirnforschung und der Psychoanalyse in einen produktiven Zusammenhang zu Transaktionen und Interaktionen gebracht. So wird dieses hilfreich für das zwischenmenschliche Geschehen in der Supervision und im Coaching. Zentral werden sein die phänomenologische Ebene der Betrachtung, die Verstehens-Ebene und die psychodynamische Ebene, um berichtete Problemsituationen durch der Supervisand oder den Coachee entlang der erfahrenen relationalen Welt in der Supervision und im Coaching entsprechend würdigen und angemessen verstehen zu können. Dies ist dann die Basis um angemessen und produktiv in der Supervisions-(Coaching)- Beziehung(Relation) intervenieren zu können. Dadurch kann die Supervision und das Coaching effektiver gestaltet werden und erhält eine bessere Qualität.