„Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird. Aber eines kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll“ – Georg Lichtenberg
„Ich bin mir nicht sicher, ob es eine so genannte ‚gute Beziehung‘ gibt. Aber ich denke, eine der Qualitäten, die Beziehungen gut machen, ist die Fähigkeit, mit jemandem in einer offenen und ehrlichen Weise kommunizieren zu können.“ – Virginia Satir
Liebe Mitglieder,
Ein bewegtes Jahr geht zu Ende und wir möchten mit Euch gerne ein paar Gedanken teilen zum Abschluss von 2024 und zum Ausblick auf 2025. Die obenstehenden Zitate erinnern uns daran, dass Veränderung und offene Kommunikation zu einer guten und sich weiterentwickelnden Beziehung gehören sollten.
Es hat den Anschein, dass sich die Welt immer schneller dreht! Viele weltpolitische Ereignisse überschlagen sich, Vieles, von dem wir gedacht haben, dass wir es schnell beenden können, zieht sich lange hin und bringt viel Elend sowie Unsicherheit. Noch vor ein paar Jahren haben wir uns alle damit auseinandersetzen müssen, dass wir in einer VUCA[1] Welt leben und jetzt sind wir endgültig in der BANI[2] Welt angekommen! Unbeständigkeit, Unsicherheit und Unfassbarkeit sind zu unseren ständigen Begleitern geworden.
Und doch arbeiten wir alle als Coaches und Supervisor:innen jeden Tag daran mit, dass unsere Gesellschaften resilienter werden, dass wir durch die Geschwindigkeit der Ereignisse den Mut und die Zuversicht nicht verlieren.
Auch das EASC-Jahr war von vielen bewegenden, aufregenden und auch traurigen Momenten geprägt. Hervorzuheben ist hierbei als Erstes unser gemeinsamer Kongress in Prag im September dieses Jahres. Ohne die Zusammenarbeit mit CIS in Tschechien und den vielen Menschen, die sich in Workshops und in die Organisation auf unterschiedlichen Ebenen eingebracht haben, wäre es nicht möglich gewesen, gemeinsam zu arbeiten, voneinander zu lernen, sich zu begegnen und neue gemeinsame Wege zu gehen. Ein Dank an alle!
Die Mitarbeitenden in unserem Office haben auch in diesem Jahr wieder viel dazu beigetragen, dass unsere Organisation so gut funktioniert hat. Ein Dank an alle Kolleg:innen, die an den unterschiedlichen Orten virtuell für unsere Mitglieder zur Verfügung standen und die Organisation am Laufen gehalten haben.
Ein weiterer Dank geht an die vielen Ehrenamtlichen, die im Board, im CQS, beim Institutstreffen, in der Reformgruppe ihre Zeit, ihre Ideen und Ihren Enthusiasmus eingebracht haben, damit diese Organisation weiter vorangehen kann!
Wir haben in diesem Jahr viele neue Mitglieder gewonnen, neue Institute aufgenommen und sind neue Kooperationen eingegangen. Es haben sich neue Regionalgruppen und neue Arbeitsgruppen gegründet. Es sind mehr Menschen aktiv und bringen sich auf den unterschiedlichen Ebenen ein. Wir sind dabei, die 1.000er Marke der Mitglieder zu erreichen. Darüber freuen wir uns sehr. Auch sind wir in mehr und mehr europäischen Ländern vertreten. Das sind Ereignisse, die dieses Jahr für die EASC erfolgreich und bewegend gemacht haben.
Aber es gab auch traurige Momente. Wir haben mit Hans-Georg Hauser ein langjähriges Mitglied verloren, der zu seiner aktiven Zeit die EASC bedeutsam mitgeprägt hat. Möge er in Frieden ruhen. Wir haben aber auch Menschen aufgrund ihres eigenen Willens verloren, die die EASC sehr geprägt haben. Wir bedauern sehr, dass Matthias und Ulrike Sell mit ihrem Institut INITA ausgetreten sind. Vor allem aber bedauern wir, dass es weder auf der Beziehungsebene noch auf der inhaltlichen Ebene möglich war, die eigentlichen Hintergründe für diese Entscheidung zu klären.
Wir bedauern auch, dass wir bei der Mitgliederversammlung einen Schritt gehen mussten, der uns als Vorstand sehr viel Diskussion und Überwindung gekostet hat. Doch mit Blick auf die weitere Entwicklung des Verbandes sind wir davon überzeugt, dass es der richtige Schritt war, eine nicht funktionierende Zusammenarbeit mit unserem Ethikkomitee aufzukündigen und den Weg für Neuwahlen freizumachen. Umso mehr begrüßen wir es, dass wir nun zum Jahresende bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung ein neues Ethikkomitee wählen konnten und wir danken den sieben Kolleg:innen jetzt schon, dass sie ihre Zeit und Energie in die Weiterentwicklung der Ethikrichtlinien und Ethikstandards der EASC einbringen werden!
Auch freuen wir uns über zwei neue sehr engagierte neue Mitglieder im Board. Sebastian und Elena sind zwar noch in der Einarbeitung, haben aber bereits schon jetzt viele Ideen eingebracht und werden uns im kommenden Jahr sicherlich sehr bereichern.
2025 steht unter dem Zeichen der Umsetzung. Die Reformgruppe hat mit dem neuen Manual einen großen Wurf erarbeitet, den es nun umzusetzen und mit Leben zu füllen gilt. Wir haben die Messlatte für unsere Qualitätsstandards nochmals höher gelegt und werden im kommenden Jahr nicht nur unsere Kooperationen überprüfen, sondern auch erste Schritte der Umsetzung und Etablierung des Manuals gehen. Dazu werden wir viele Diskussionsräume mit den Instituten und für unsere Mitglieder anbieten. Denn unser Ziel ist, dass wir alle unsere Standards nicht nur ernst nehmen, sondern sie auch stolz nach außen vertreten können.
Wir haben in diesem Jahr in 12 Newslettern, in zahlreichen Sozial Media Posts, in 12 „It´s EASC Time“, in Rundmails und Zoomkonferenzen immer wieder über unsere Aktivitäten im Vorstand und im Verband informiert. Wir haben zu Diskussionsrunden online geladen, haben ein weiteres Quo Vadis EASC durchgeführt – all dies und vieles mehr wird es auch im Jahr 2025 geben.
Transparenz, Diskussion und Beteiligung sind uns ebenso wichtig, wie Qualität und der europäische Austausch. Solltet ihr also Fragen haben, Themen mit uns diskutieren wollen, Anregungen und Kritik haben: Zögert nicht, uns über das Office oder die bekannten E-Mail-Adressen anzusprechen. Wir haben ein offenes Ohr für Euch! Denn WIR alle sind EASC!
Wir wünschen Euch fröhlich-besinnliche Feiertage und einen guten Start in das neue Jahr!
Susanne Rieger Im Namen des gesamten Vorstands
[1] VUCA ist die Abkürzung für Volatility – Votalität, Uncertainty – Unsicherheit, Complexity – Komplexität, Ambiguity - Mehrdeutigkeit
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