Grußwort des Vorstands zum Kongress 2020

Barcelona ist eine Stadt der Innovation, der Multikultur und der Veränderung, die in der letzten Zeit leider zu oft in der internationalen Presse durch die Auseinandersetzungen zwischen Unabhängigkeitsbefürwortern und -gegnern Aufmerksamkeit erlangt hat. Mittlerweile ist der Konflikt zwischen Katalonien und dem Rest Spaniens wieder da wo er hingehört, auf der politischen Bühne des politischen Diskurses und Dialogs. Dieses zarte Pflänzchen der Verständigung wird sich in den nächsten Wochen und Monaten hoffentlich zu einer starken Pflanze, einem soliden Baum, auswachsen, der neue Ideen und Möglichkeiten eröffnet.

Barcelona ist damit aber auch ein Zeichen für den Wandel, für die Suche nach Identität, nach Zugehörigkeit, nach Definition, gepaart mit vielen Interessen aus der direkten Umwelt und unterschiedlichen Systemeinflüssen. In der spanisch/katalanischen Diskussion geht es nicht nur um ein nationales Thema, es geht auch um Europa, um die Frage, welches Europa wollen wir wie gestalten, wie gehen wir mit unserer Geschichte um und welchen Einfluss soll sie auf unsere Zukunft haben.

Wir haben als EASC in diesem Jahr Barcelona als unseren Konferenzort gewählt – bewusst, aufgrund der Attraktivität der Stadt, ihrer Vielfältigkeit und der engen Verbindung zu unserem Kongressthema.

Das Vorbereitungsteam hat viel Energie, Zeit und Ideen investiert, um diesen Kongress zu einem interessanten Begegnungsort zu machen, bei dem der Austausch, neue Formate und interessante Inputs im Zentrum stehen. Wir haben für diesen fachlichen und menschlichen Austausch einen wunderbaren Veranstaltungsort gefunden, das antike modernistische Krankenhaus Sant Pau im Herzen Barcelonas, mit Blick auf die Sagrada Familia. Wo sonst, wenn nicht hier, könnten anregende Gespräche über Identität, Veränderung und Wandel stattfinden. Europa braucht den Diskurs, die anregende Debatte über unsere gemeinsame Zukunft. Als europäischer Verband für Supervision und Coaching wollen wir diese Debatte aktiv mitgestalten.

“Wer bin ich in einer sich ständig verändernden Welt?”

Identität in Zeiten des Wandels

so lautet das Thema des diesjährigen Kongresses. Wir sind sehr zufrieden, dass wir viele interessante InputgeberInnen wie den Philosophen Daniel Innerarity, die junge Zukunftsforscherin Lena Papasabbas, die Professorin der Management Schule IESE Nuria Chinchilla, den Bielefelder Professor Paul Mecheril und den Transaktionsanalytiker Dr. Henning Schulz gewinnen konnten. Auch freuen wir uns sehr, dass die erste Session von der bekannten Journalistin der Lavanguardia Inma Sanchiz (La Contra) moderiert wird. In 15 unterschiedlichen Workshops werden wir uns dem Thema am zweiten Tag interaktiv, dialogisch und spielerisch von diversen Seiten zuwenden.

Wir freuen uns, dazu Kolleg*Innen und Gäste mit anregenden Ideen, aus vielen europäischen Ländern in Barcelona begrüßen zu dürfen. Ein Dank geht an die Stadt Barcelona und die verschiedenen Verbände aus dem Beratungs- und sozialen Bereich, die uns im Vorfeld des Kongresses unterstützt haben. Erleben Sie gemeinsam mit uns das weltoffene, innovative und konstruktive Barcelona und lassen Sie uns gemeinsam die Supervisions- und Coaching-Welt in Europa voranbringen.

Für den Vorstand der EASC

Susanne Rieger,
1. Vorsitzende
Barcelona