Ethikrichtlinien

Aufgabe der Ethikkommission ist es, die bestehenden Ethikrichtlinien zu pflegen, neu auftauchende Aspekte zu berücksichtigen und in die Richtlinien zu integrieren. Sie hilft auch bei schwierigen Situationen, gemeinsam mit der Ombudsstelle eine ethisch saubere und praktikable Lösung zu finden.

Fragen zur Ethikkommission richten Sie bitte an die Verantwortliche der Ethikkommission: Edith Mause

Ethik im weitesten Sinne, ist die Ordnung, die sich mit menschlichem Handeln befasst und sowohl die moralische Absicht als auch den menschlichen Willen umfasst.  Ethik setzt die Fähigkeit voraus, eine Wahl zur Handlung zu haben. Es umfasst die Wahlfähigkeit in Bezug auf die eigenen Kriterien (subjektive Ethik) und die Wahlfähigkeit unter Einbezug der Perspektive des Anderen (intersubjektive Ethik).

Grundannahmen:

  • Es gibt einen engen Zusammenhang zwischen Ethik und Praxis: Verhalten kann ethisch sein oder nicht, abhängend davon, ob es dem Wohlergehen von sich selber und anderen förderlich ist oder nicht.
  • Ethik ist grundlegende Rahmenbedingung, welche die Coaches, Supervisorinnen und Supervisoren darin anleitet, eine professionelle Dienstleistung zu erbringen und sie liegt jeder Praxis zugrunde. Sie ist nicht darauf beschränkt, schwierige und problematische Situationen zu lösen.
  • Ethik identifiziert Werte, die Menschen helfen, ihr Potential als menschliche Wesen zu entfalten; Werten liegen ethischen Prinzipien zugrunde als Richtlinien, die Werte und Prinzipien verwirklichen, welchen deontologische Normen zugrunde liegen und Leitlinie sind für die professionelle Praxis.

Ethikrichtlinien sollen daher deutlich machen, wofür die Menschen, die sich ihnen verpflichten, stehen. Der Beruf des Coachs, der Supervisorin, des Supervisors basiert auf dem Vertrauen das ihr, ihm Klienten entgegenbringen.

Um diesem Vertrauen gerecht zu werden, haben sich die Mitglieder der EASC verpflichtet, die folgenden Richtlinien als Grundlage für ihre Arbeit anzuerkennen und ihnen nach bestem Wissen und Gewissen zu folgen:

  • Die Basis für unsere Arbeitsbeziehung ist der Respekt für unsere Klienten.
  • Jeder Mensch hat Wert, ungeachtet des Geschlechts, der sozialen Stellung, dem religiösen Glauben, des ethnischen Ursprungs, der physischen oder seelischen und geistigen Gesundheit, der politischen Überzeugungen, der sexuellen Orientierung etc
  • Wir gehen davon aus, dass Menschen für sich selbst verantwortlich sein können, als Supervisoren, Supervisorinnen und Coaches unterstützen wir sie dabei, ihre Selbständigkeit zu leben.
  • Menschen die sich mit ihren Problemen an uns wenden, bekommen von uns den Schutz, der für ihre Entwicklung nötig ist.
  • Die Grundlage unserer Arbeit ist ein Vertrag, der die Aufgaben und das was jeder Vertragspartner beizutragen hat, regelt.
  • Wir wissen um die Wichtigkeit einer klaren, auf die Rolle fokussierten Beziehung, die keinerlei Abhängigkeiten und Übergriffe zulässt.
  • Wir sind achtsam, dass diese Übereinkunft eingehalten wird, und scheuen uns auch nicht, Abweichungen zu konfrontieren.

Da die Unterschiedlichkeit der Situationen und Aufgabenstellungen an denen Coaches, Supervisorinnen und Supervisoren arbeiten, keine Handlungsanleitungen zulässt, haben sich unsere Mitglieder dazu verpflichtet, diese Ethik-Richtlinien mit Leben zu erfüllen.

In den EASC-zertifizierten Ausbildungen werden diese Werte und Haltungen als Grundlagen unserer Arbeit vermittelt.