KI für Coaches (1) – Einführung und ethische Überlegungen
Überblick über KI in der Texterstellung
Künstliche Intelligenz hat in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht, insbesondere im Bereich der natürlichen Sprachverarbeitung. Modelle wie GPT-3.5 und ChatGPT40 sind in der Lage, Texte zu generieren, die kaum noch von denen zu unterscheiden sind, die von Menschen geschrieben werden können und in den unterschiedlichsten aktuellen Kontexten eingesetzt werden können. Zum Beispiel, um das Thema Angst im Zusammenhang mit der zunehmenden Messer-Gewalt in Europa anzusprechen. Für Coaches und Supervisor:innen bedeutet dies, dass sie schnell und effizient Inhalte erstellen können, die ihre Zielgruppe ansprechen und informieren.
Ethische Überlegungen
Die Nutzung von KI zur Texterstellung wirft jedoch auch wichtige ethische Fragen auf. Datenschutz ist ein zentrales Anliegen, da KI-Modelle oft auf großen Datenmengen trainiert werden, die persönliche Informationen enthalten können. Es ist entscheidend, sicherzustellen, dass die Daten, die zur Verbesserung der KI verwendet werden, anonymisiert und sicher gespeichert werden.
Ein weiteres ethisches Thema ist das Urheberrecht. Die von KI generierten Texte können manchmal bestehende Inhalte replizieren, was zu Urheberrechtsverletzungen führen kann. Coaches und Supervisor:innen sollten sicherstellen, dass die von ihnen genutzten KI-Modelle über Mechanismen verfügen, um solche Probleme zu vermeiden. Ich nutze zum Beispiel regelmäßig eine kostenpflichtige Version von Chat-GPT40, um Blog-Beiträge zu erstellen. Nach der Nutzung der KI verwende ich dann die Funktion „auf Plagiate prüfen“ von MS-Word um sicherzustellen, dass ich nicht unwissentlich eine Urheberrechtsverletzung begehe. Für diesen Beitrag im EASC-Newsletter ergab die Prüfung zum Beispiel das beruhigende Ergebnis von: „0% Ähnlichkeit mit bekannten Online-Quellen“.
Einschränkungen
Obwohl KI-Modelle beeindruckende Ergebnisse liefern können, gibt es auch Einschränkungen. KI kann zwar große Mengen an Informationen verarbeiten und analysieren, aber ihr fehlt das menschliche Urteilsvermögen und die emotionale Intelligenz. Daher ist es wichtig, dass die von KI generierten Inhalte von Menschen überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie den gewünschten Ton und die gewünschte Botschaft vermitteln.
Ich habe zum Beispiel nicht vergessen, was ich während meines Studiums gelernt habe: Die Grundsätze wissenschaftlichen Arbeitens. Ich nutze KI daher NICHT, um mir von einer KI etwas zusammenschustern zu lassen, von dem ich keine Ahnung habe. Sondern ich nutze KI in der Recherche für neue Bücher, Onlinekurse und Blogartikel und gleiche die genannten Fundstellen mit meinem Wissen und meinen Erfahrungen ab. Oder ich nutze sie, um konkrete – szenische – Beispiele für meine fachlichen Beiträge erstellen zu lassen. Denn ich bin zwar gebildet und versiert, aber leider nicht so kreativ, dass ich zu jedem fachlichen Thema ein konkretes, szenisches, Beispiel aus dem Ärmel schütteln könnte.
Auch die Kosten sind nicht außer acht zu lassen, denn die kostenlosen KI-Programme sind bei weitem nicht so gut, wie die kostenpflichtigen. Allerdings will gut überlegt sein, wofür man sein Geld ausgibt. Mehr dazu im nächsten Beitrag.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass KI ein mächtiges Werkzeug für die Texterstellung ist, das uns Coaches und Supervisor:innen viele Vorteile bieten kann. Gleichzeitig ist es wichtig, die ethischen Überlegungen und Einschränkungen im Auge zu behalten, um KI verantwortungsvoll und effektiv zu nutzen. In den folgenden Beiträgen gebe ich einen genaueren Einblick in spezifische KI-Modelle, deren Kosten und ihre konkreten Anwendungsmöglichkeiten:
Teil 2: KI-Modelle , ihre Möglichkeiten und Kosten
Teil 3: Nahaufnahme von Chat-GPT
Teil 4: Kostenlos, aber nicht umsonst: Opera, Poe & Co
Teil 5: Prompts – das Benzin für KI´s
Teil 6: Zusammenfassung und Ausblick
Herzliche Grüße (ohne KI-Ghostwriter)
Euer Frank