4. Coaching Ausbildung am Coaching Institut Dresden

Dr. Ulla Nagel, Coaching Institut Dresden

 

Nachdem der Rahmen, z.B. alle To Do’s für einen erfolgreichen Abschluss, besprochen ist, geht es ans vertiefte Kennenlernen. An dieser Stelle lohnt sich die Arbeit mit dem Zürcher Ressourcen-Modell®. Wo will ich eigentlich hin und was ist mein konkretes Ziel dabei, z.B. das, welches ich mit der Ausbildung verbinde? Dieser Frage gehen die Teilnehmenden in Dreiergruppen nach. Jeder erhebt mit Hilfe seiner Bilder seinen inneren Status im Heute und skizziert seine Vision für die Zukunft. Aus diesem Material wird in iterativen Schritten das Zielkreuz erarbeitet, bis der somatische Marker die Stimmigkeit signalisiert.

Zugegeben, es ist eine anspruchsvolle Arbeit, der sich die hochmotivierten Coach-Kandidat:innen aber sehr gern widmen. Hier stelle ich die Weichen für die Entwicklung der eigenen Identität und auch der Professionalität als Coach. Schon im ersten Modul wird erlebbar, wie mithilfe guten Handwerkszeugs Klarheit und Orientierung in kürzester Zeit entstehen können. Das wiederum befruchtet die innere Haltung. Die Teilnehmenden erleben sich bereits selbst in der Coach- und Coachee-Rolle und sammeln Erfahrungen, wie ein:e Coach vorgehen sollte und wie nicht.

Ziel des ersten Moduls ist es, Überblick und Tools für die Orientierungsphase im V.O.D.A.A.I.-Prozess kennenzulernen und anzuwenden. Wir machen uns mit dem K.I.P.S.A.-Modell bekannt. Es wurde von mir entwickelt. Um einen klaren Fahrplan für das Erstgespräch an die Hand zu geben.

K.I.P.S.A. - Der Fünfschritt für einen erfolgreichen Start und eine klare Ausrichtung im Coaching

K - Kontaktaufnahme: Beziehungsgestaltung und Vertrauensaufbau zum Coachee: Smalltalk, Atmosphäre schaffen, Nachfragen, Aktiv zuhören, Verständnis zeigen

I - Inhaltliche Orientierung für das Coaching: Welches Thema hat /die Coachee? Wo steht sie heute? Gezieltes Analysieren mittels Zürcher Ressourcenmodells ZRM®und/oder thematische Eingrenzung über zielgerichtetes Nachfragen      

P - Persönlichkeit erfassen: Welche Emotionen, insb. Ängste und welche Bedürfnisse treiben den/die Coachee an? ZRM®: Heute-Zukunft-Vergleich; Charakteranalyse mittels Riemann-Thomann-Modell, Skizzierung des Werdegangs/der Entwicklung mittels Timeline

S - Systemische Betrachtung des Kontextes:  In welchen Systemen lebt und arbeitet der /die Coachee und wie korrespondieren diese miteinander? Analyse systemischer Zugehörigkeiten, Strukturen, Beziehungsqualitäten und Rollen

A – Auftragsklärung und S.M.A.R.T.e Zielformulierung oder Zielkreuz im ZRM®: Was will der/die Coachee erreichen?

Das K.I.P.S.A.-Gebäude zur Visualisierung des Coachingauftrags

Mit dem Riemann-Thomann-Modell zur Erfassung von Grundbedürfnissen und Grundängsten endet das erste von 13 Modulen. Damit kann das P – „Persönlichkeit“ in K.I.P.S.A gezielter betrachtet werden. So gelingt die Hypothesenbildung leichter.

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Wie geht es Euch mit Folgendem?

Ich bin immer fasziniert, wenn ich am Ende der Ausbildung die gewachsenen Persönlichkeiten betrachte. Dieses Mal kann ich behaupten, dass bereits die ersten 3 Tage für jede: einen deutlichen Schritt nach vorn bedeuten. Ich nehme eine spürbar gewachsene Entschlossenheit und Selbstüberzeugung wahr. Das finde ich vielversprechend.

Ich freue mich auf den Kurs, ebenso wie auf die gemeinsame Arbeit mit Susanne Rieger, die uns hin und wieder begleiten wird.

 

Dr. Ulla Nagel